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Titelbild: Gernot Waiss

Einladung zum Start-Workshop des Mitmach-Projekts

Sind Sie gerne in der Natur unterwegs und interessieren sich für die heimische Tierwelt? Oder sind Sie vielleicht sogar selbst Eigentümer oder Pächter einer Streuobstwiese?

Wir suchen naturbegeisterte Menschen, die mit uns an drei Tagen im Jahr die Fauna der Streuobstwiesen im Biosphärenpark Wienerwald erkunden wollen. Seltene und faszinierende Arten wie Wendehals, Wiedehopf, Steinkauz, Gartenrotschwanz, Mauswiesel, Baumschläfer, Segelfalter oder Gartenhummel warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden!

Streuobstwiesen sind ein unverzichtbares Landschaftselement im Biosphärenpark Wienerwald. Im Frühling bieten die blühenden Bäume einen prachtvollen Anblick, im Herbst versorgen sie uns mit köstlichen Früchten. Aber nicht nur wir Menschen profitieren von Streuobstwiesen. Zahlreiche, teils seltene Tierarten sind auf diesen speziellen, abwechslungsreichen Lebensraum angewiesen. Wir wollen die Artenvielfalt unserer heimischen Streuobstwiesen erforschen und so zu ihrer Erhaltung beitragen.

Bei diesem Start-Workshop können Sie sich unverbindlich informieren, wie, wo und wann Ihr freiwilliges Engagement in unserem Forschungsprojekt gefragt ist.

Wo: Festsaal der Österreichischen Bundesforste, Pummergasse 10-12, 3002 Purkersdorf
Wann: Freitag, 28.2.2020, 16:00-18:00 Uhr
Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Ihre Anmeldung bis Freitag, 21.2.2020 unter 02231/63341-7171 oder biosphaerenpark@bundesforste.at.
siehe auch: www.bpww.at oder www.bundesforste.at/biosphaerenpark

Mag. Gernot Waiss
Projektleitung
0664 / 618 90 98
gernot.waiss@bundesforste.at

Fotos des Monats (ABA Kalender)

Foto: Monika Wimmer, Text: Lena Fehlinger

Feuersalamander im Wienerwald bei Purkersdorf. Vielleicht während einer Feuersalamandergeburt? Foto: Monika Wimmer

Zum Bild:

Feuersalamander sind außergewöhnliche Amphibien, die sich an Land paaren. Die Embryonen entwickeln sich acht bis neun Monate im Mutterleib. Dann sucht das Weibchen ein geeignetes Gewässer auf, um darin die Larven abzusetzen. Diese haben von Anfang an vier Beine und zunächst noch äußere Kiemenbüschel, welche sich im Lauf der Entwicklung zurückbilden. Nach drei bis sechs Monaten verlassen die Jungtiere das Wasser als lungenatmende Landbewohner. Leider gilt der Feuersalamander österreichweit als gefährdet. Er ist wie viele andere Tier- und Pflanzenarten auf den Schutz und Erhalt ökologisch intakter Wälder und Gewässer angewiesen.

Laubmischwälder und viel Feuchtigkeit, das sind die Bedingungen die die Feuersalamander besonders gern haben – besonders reines und kaltes Wasser ist für sie wichtig, in der Nähe von Quellen kann man immer nach ihnen Ausschau halten.

Besonders durch die Verbauung und Verschmutzung von Bächen und den Straßenverkehr sind die hübschen Schwanzlurche bedroht. Da sie über ihre Ohrdrüsen am Hinterkopf ein starkes Gift absondern können, wenn sie sich bedroht fühlen, haben die adulten Feuersalamander weniger natürliche Feinde – die Salamanderlarven jedoch sind wesentlich wehrloser. So ist es beispielsweise wichtig, dass die Laichgewässer fischfrei sind, wobei auch ältere Larven jüngere Larvenstadien fressen. So wie die Larven sind auch die Adulten karnivor, vor allem Wirbellose wie Nacktschnecken oder Regenwürmer fallen ihnen zum Opfer.

Wichtig zum Schutz dieser Amphibien wäre es, naturbelassene Bachläufe sowie Versteckmöglichkeiten (z.B. Totholz, Holzhaufen, Mauerspalten) zu erhalten und die Laubmischwälder nicht mit Nadelbäumen aufzuforsten. Wer nachts im Wald unterwegs ist, sei es zu Fuß oder mit dem Rad, Augen auf! Vielleicht krabbelt ja gerade ein Feuersalamander vor euch über den Weg.

Interessante Links:
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/amphibien/artenportraets/10599.html
https://www.dght.de/feuersalamander