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Westösterreichische Biologenvereinigung gewinnt den Smart City Award

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Ausgehend von dieser Frage ladet der Klima-und Energiefond jährlich interessierte Bürgerinnen und Bürger ein, an innovativen Ideen für die städtische Entwicklung zu basteln. Und damit den Worten Taten folgen, wurden die spannendsten Visionen umgesetzt und auf Video aufgezeichnet.

Für den Smart City Award 2018 wurde das Motto „Moving the City” gewählt. Ein brandaktuelles Thema, denn viele Städte ringen nach nachhaltigen Lösungen für die Herausforderungen, welche das oftmals wachsende Verkehrsaufkommen an die lokale Bevölkerung stellt.

Die Regionalgruppe Westösterreich bewegt sich im Herzland des Transits. Täglich rollen Lastkraftwagen die Inntal Autobahn entlang. Hinzu kommen die vielen Automobile der Pendlerinnen und Pendler, die sich zu den Stoßzeiten in Kolonnen durch die Straßen Innsbrucks schleppen. Um Mensch und Umwelt vor Lärm, Feinstaub und Klimagasen zu schützen, begaben wir uns auf die Suche nach Ideen für eine innovative und grüne Mobilität in Innsbruck. Den Schlüssel dazu fanden wir in dem namensgebenden Fluss der Stadt. Der Inn ist in Österreich einmalig, denn zwischen Haiming und Kirchbichl fließt er frei. Damit verfügt er über die längste kraftwerksfreie Fließstrecke Österreichs. Unsere Idee: statt mit dem Auto auf der Inntalautobahn im Stau zu stehen, fahren wir zukünftig auf dem freien Fluss.

Die Jury des Klima- und Energiefonds war von unserem Vorschlag überzeugt, und so packten wir Gregors Kanadier auf ein Lastenrad und fuhren zum Inn, um unsere „Moving the City“ Aktion durchzuführen. Ausgehend von einem renaturierten Seitenarm im Stadtteil Pradl schipperten wir stromabwärts Richtung Smart City Award.

Hier geht es zum Aktionsvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=JmGloVE_VIA

Welttag der Feuchtgebiete

Vor 47 Jahren wurde die Ramsar Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Heuer ist das Motto des World Wetlands Day „Wetlands for a Sustainable Urban Future“.

Feuchtgebiete sind Hot Spots der Artenvielfalt.  In Innsbruck und Umland sind sie allerdings nur noch spärlich vorzufinden. Das war nicht immer so. Bevor die massive Innverbauung den Fluss in ein enges Korsett zwängte, gab es in der Auenzone des Inns zahlreiche Feuchtgebiete. Die Flussregulierung führte zu ihrem Austrocknen  und viele  Tiere und Pflanzen verloren ihren Lebensraum. So sind  unter anderem die  Amphibienpopulationen stark zurückgegangen. Der Kammmolch, die Kreuzkröte und der Grasfrosch sind nur noch sehr selten in Tirol anzutreffen. Zwischen Haiming und Kirchbichl befindet sich die längste freie Fließstrecke Österreichs. Auf diesem Abschnitt des Inns wurden noch keine Kraftwerke errichtet. Hier liegt also ein großes Potenzial für die Renaturierung des Flusses. Dadurch würden wieder dringend benötigte Feuchtgebiete entstehen.

Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung hat sich im Koalitionsabkommen auf die Verordnung einer kraftwerksfreien Zone auf diesem Innabschnitt geeinigt. Ich hoffe, dass diese Verordnung noch vor der Tiroler Landtagswahl beschlossen wird.

Die freie Natur ist unsere Freiheit (Hundertwasser).

Der Inn bei Völs

 

 

Das war der World Rivers Day 2017

Am 24.09.2017 wurde der World Rivers Day erstmals auch in Österreich gefeiert. Ins Leben gerufen wurde der World Rivers Day 2005. Er ging aus einem von Mark Angelo gegründetem Vorläuferprojekt hervor, das bereits seit 1980 lief. Mit der Begehung des World Rivers Day soll das öffentliche Bewusstsein für die Bedeutung der Flüsse und ihre Gefährdungen gestärkt werden. Mehrere Millionen Menschen aus den verschiedensten Ländern feiern jährlich ihre Flüsse.

In Tirol wurde heuer der Inn gefeiert. Rund 50 FlussliebhaberInnen besuchten und feierten am letzten Sonntag des Septembers ihren Fluss. Bei einer Auwalderlebnistour erkundeten wir die Ufer des Inns und die Völser Innau.

Als Einklang verdeutlichten wir uns den Verlauf des Inns von seinem Ursprung am Malojapass in der Schweiz bis zur Mündung in die Donau bei Passau mit einem Seil. Entlang dieses Seils erzählten AnwohnerInnen Geschichten und Besonderheiten, die sie mit dem Fluss verbinden.

Anna und Lena stellten die Ökologie und Dynamik des Flusses und die Bewohner der Au vor.

Senta gab einen kurzen Überblick über die historischen Entwicklungen der Nutzung des mittleren Inntals.

 

 

Viele weitere Beiträge wurden zu Geologie, Limnologie und Ornithologie eingebracht und das viele Wissen, das die TeilnehmerInnen mitbrachten, geteilt und diskutiert.

Die jüngsten FlussliebhaberInnen übernahmen die künstlerische Gestaltung.

 

 

Junge ForscherInnen beobachteten InnanwohnerInnen, wie die Schafstelze.

 

Wir freuen uns schon auf den nächsten Rivers Day! Aber bis dahin fließt noch viel Wasser den Inn hinunter und bringt uns zu jeder Jahreszeit wunderschöne Flusserlebnisse.

Flussdialog inn 13.-14. september 2017 innsbruck

Gemeinsames Engagement für den Drei-Länder-Fluss

Alpenflüsse spielen eine entscheidende Rolle für die Ökologie des Alpenraums, ebenso wie für die Wasserversorgung Europas. An den Flussläufen und dem Land der Uferzonen prallen jedoch die Interessen unterschiedlicher Nutzungsformen, der Hochwasserprävention und des Naturschutzes aufeinander. Die durch den Klimawandel zunehmend schwankenden Abflussmengen stellen eine weitere Herausforderung dar, da sowohl in Zeiten der Wasserknappheit wie auch bei Hochwasser die verschiedenen Nutzungs-Bedürfnisse gewährleistet werden müssen, ohne dabei die Stabilität des Ökosystems Fluss zu gefährden.
Der Inn ist einer der wichtigsten Alpenflüsse mit einer großen ökologischen Bedeutung. Auf 517 km von seiner Quelle bis zur Mündung in die Donau durchfließt er drei Alpenländer (Schweiz, Österreich, Deutschland) und zahlreiche Staustufen, weist aber auch zwischen Imst und Kirchbichl die längste freie Fließstrecke aller österreichischen Flüsse auf. Daher scheint eine internationalisierte Diskussion und Kooperation zum Gewässermanagement des Inn als geeigneter Modellfall, um die gemeinsamen Aufgaben der Staaten und Regionen bestmöglich zu bearbeiten und koordiniert umzusetzen.

Der Flussdialog Inn soll Optionen für eine mehrheitsfähige zukünftige Entwicklungsplanung des Inn-Einzugsgebietes aufzeigen. Dies ersetzt nicht einen vollständigen Flussdialog-Prozess, wie er in manchen österreichischen Bundesländern bereits durchgeführt wurde, ist aber ein wesentlicher Beitrag zum Dialog zwischen Ländern und Schutz- bzw. Nutzungsinteressen.

Anmeldung: bis 31. August 2017 unter http://www.flussdialog-inn.org/

Details zur Veranstaltung hier und weitere Infos unter http://www.flussdialog-inn.org/