Naturfilmfestival

logoLiebe Natur- & Filmfans,

auch heuer wird von der Tiroler Umweltanwaltschaft das Naturfilmfestival, von 21. bis 24. Oktober 2014 im Leokino (Innsbruck),  präsentiert. In den nächsten Tagen wird das Einreichfenster geöffnet werden, einreichen kann man den eigenen Streifen dann bis 15.08.2014.
Abseits davon bietet das Festival-Rahmenprogramm die Möglichkeit eines Workshops für ‚junge Wilde‘ < 21 und vieles mehr.
Selbst entdecken und staunen: www.inff.eu

5 Fragen an den Landesumweltanwalt

J Kostenzer-5Mag. Johannes Kostenzer ist Biologe und übt das Amt des Landesumweltanwalts für Tirol aus.

1. Was sind die Aufgaben des Landesumweltanwalts, Herr Mag. Kostenzer?
Die Hauptaufgabe besteht darin, die Interessen der „Mandantin“ Natur & Umwelt in Genehmigungsverfahren bestmöglich zu vertreten, Ansprechpartner für die Bevölkerung hinsichtlich Natur und Umwelt zu sein und allgemein die Menschen für einen sorgsamen Umgang mit unserer Natur und Landschaft zu sensibilisieren.

2. Wieso „braucht es“ einen Landesumweltanwalt?
Berechtigte Frage. Eigentlich sollte jedeR von uns Umweltanwalt/Umweltanwältin sein und somit der laufende Verlust von naturnaher Landschaft, Strukturen und Artenvielfalt zumindest gestoppt werden. Bis dies gelingt, ist der Umweltanwalt das Sprachrohr für die Natur und Umwelt.

3. Was kann jedeR in seinem Alltag für die Tiroler Umwelt leisten?
Einfach ist es wie immer bei den anderen, zu wissen, was besser ist. Einfacher und anerzogener ist mittlerweile der Umgang mit Müll, das Nutzen von öffentlichem Verkehr und Fahrrad. Was die Bewahrung von Natur und natürlicher Dynamik anlangt, wird die Sache schon komplexer, vor allem, weil hier oft Einzelinteressen und ein persönlicher wirtschaftlicher Gewinn einem Allgemeininteresse an der Bewahrung von unversehrter Natur und Landschaft entgegen steht. Mithelfen kann jedeR, indem er/sie die eigene Stimme erhebt, Missstände aufzeigt, problematische Entwicklungen in der eigenen Gemeinde anspricht. Das Problem entsteht ja hauptsächlich dadurch, dass die persönlichen Vorteile der einzelnen ProjektbetreiberInnen in Summe einen gewaltigen Verlust bedeuten, der bei Betrachtung des Einzelfalls (noch) nicht sichtbar wird.

4. Sind Ihrer Meinung nach ein breites Allgemeinwissen oder eher fachspezifisches Wissen für BiologInnen wichtiger? Ist eine valide Ausbildung von interessiertem, einsetzbarem Nachwuchs im Ihrem Arbeitsbereich in Westösterreich aus Ihrer Sicht gegeben/gesichert?
Aus meiner Sicht ist ein solides fachspezifisisches Wissen unabdingbar, um auch in allgemeineren biologischen Themen arbeiten zu können. Es braucht die Erfahrung, wie man/frau sich in einem Spezialthema bewegt, recherchiert, Thesen erarbeitet etc. auch im Bereich von allgemeiner Biologie. Oberflächliches Allgemeinwissen ist sogar gefährlich.
Die derzeitige Entwicklung, dass es kaum mehr engagierte Feldbiologen mit spezifischer Artenkenntnis gibt, halte ich für Besorgnis erregend.

5. Wie verläuft/gibt es Kommunikation in Tirol zwischen den einzelnen playern im Bereich Umwelt/Umweltschutz?
Früher gab es einen Stammtisch, der leider mittlerweile fehlt. Die Kommunikation, der Austausch sollte dringend verbessert werden.

Wer mehr Info möchte: www.tiroler-umweltanwaltschaft.gv.at