Wikimedia commons Säbelschnäbler und Europaflagge user:pjt56 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/59/Recurvirostra_avosetta-pjt2.jpg/1280px-Recurvirostra_avosetta-pjt2.jpg http://de.wikipedia.org/wiki/Europa#/media/File:Flag_of_Europe.svg

:: Der Europäische Songcontest der Tiere – Finale

23/05/2015 von / 1 Kommentar

Titelbild: Säbelschnäbler vor Europaflagge, Wikimedia Commons

Österreich darf in diesem Jahr den Eurovision Songcontest ausrichten und auch die europäische Tierwelt möchte mitmischen. Das bioskop hat daher TeilnehmerInnen aus allen ESC-Ländern ausgewählt, um den ersten Songcontest der Tiere zu ermöglichen. Auf dieser Seite finden Sie alle für das Finale fix qualifizierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die musikalischen Beiträge der AufsteigerInnen aus den beiden Semifinale können Sie in den jeweiligen Beiträgen nachhören. Viel Spaß!
> Zum Semifinale 1
> Zum Semifinale 2

Finale,  23. Mai 2015

 Australien – Tasmanischer Teufel (Sarcophilus harrisii)

(Ton: (c) archive.org)

Der tasmanische Teufel, auch Beutelteufel (Sarcophilus harrisii) genannt, ist nur noch in Tasmanien zu finden und er ist der größte noch lebende Vertreter der Raubbeutler. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren, Vögeln, Insekten, Reptilien und vor allem auch Aas. Zu seinem Namen kam er aufgrund seines schwarzen Felles und seiner Ohren, die sich bei Erregung rot färben und somit ein wenig an Hörner erinnern. Am teuflischsten mutet aber sein lautes Kreischen, das über weite Entfernungen zu hören ist. Im Tonbeispiel zu hören: Beutelteufel bei der Nahrungsaufnahme (vermutlich im Kampf um die Nahrung). Wir finden: Ein passender Name.

 Deutschland – Dackel

(Ton: Soundsource)

Für Deutschland tritt an: Der Dackel! Der Dackel gehört schon lange zur Standartausstattung eines deutschen Jägers. Auch Dachshund genannt, wurde er in Deutschland unter anderem aufgrund seines unerschrockenen Wesens als Jagdhund gezüchtet. Das Bellen dieses kurzbeinige Hundes ist allerdings äußerst  niedlich. Man sagt ihm auch nach, dass er recht intelligent und manchmal etwas eigenwillig ist.

 Frankreich

(Ton: www.blacksheep.ch)

Es kräht der gallische Hahn. „Le coq gaulois“, zu deutsch: „der gallische Hahn“, ist das Symboltier der République française, schmückt als solches die Fußballtrikots der Tricolore und tritt heuer beim Songcontest der Tiere an. Der Ursprung der Symbolik des gallischen Hahns ist mutmaßlich auf das lateinische Wort gallus zurückzuführen, das übersetzt sowohl „Hahn“, als auch „Gallier“ bedeutet.

 Großbritannien – Fischotter (Lutra lutra)

(Ton: www.bbc.co.uk)

Wer meckert denn hier wieder herum? Auch Otter haben wohl Starallüren. Vor allem der eurasische Fischotter (Lutra lutra), der sich durch sein Keckern, Murren und Pfeifen Aufmerksamkeit verschaffen will. Das darf man einem Weltenbummler wie ihm schon zugestehen. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich immerhin von Irland bis Ostasien. Außerdem sorgt er auch abseits der großen Bühne für Unterhaltung – er ist ja nicht umsonst für seine Intelligenz und Verspieltheit bekannt. Vielleicht bringt ihm das auch Zusatzpunkte vom Publikum ein.

 Italien – Alpenmurmeltiere (Marmota marmota)

(Ton: (c) www.marmotburrow.ucla.edu)

Alpenmurmeltiere (Marmota marmota) kommen in den Alpen und in den Karpaten vor und können in verschiedenen Höhenlagen – von der jeweiligen Baumgrenze bis etwa 200 m darüber – leben. Unsere Kandidaten sind also auch in der Lage unter extremen alpinen Bedingungen zu existieren. Sie sind tagaktive Nager und ernähren sich von Wurzeln, Blättern, Blüten, Kräutern und Gräsern. Dennoch verbringen sie den größten Teil des Tages unter der Erde. Innerartlich begrüßen sie sich, indem sie die Nasen aneinander reiben und die Köpfe zusammenstecken und sie warnen die Mitglieder ihrer Gruppe vor drohenden Gefahren durch Pfiffe. Unser Fazit: Ein überaus geeigneter Starter mit hohem Potential zum Brücken bauen, der sich ab und an auch mal was pfeift!

 Österreich – Auerhuhn (Tetrao urogallus)

(Ton: www.jagdundwild.de)

Das Auerhuhn, aus der Familie der Fasanartigen, ist der größte Hühnervogel Europas. Es besiedelt jene unberührten, lichten Bergwälder, auf die wir so stolz sind. In den meisten Ländern Mitteleuropas durch die moderne Forstwirtschaft bedroht, ist die hiesige Population erfreulich konstant. Eigentlich stammt das Auerhuhn ja aus den Taigawäldern Nord- und Osteuropas, es passt aber trotzdem gut als österreichischer Vertreter: Etwas schwerfällig, bodenständig, nur in Notfällen zum Flug bereit, bei der Balz aber erhebt es sich, wie ein Phönix aus dem Unterholz, tonsicher und bereit zu erstaunlichen Luftsprüngen.

Auerhuhn

Auerhahn auf Balz, Foto: User:Nudelbraut via Wikimedia Commons

 Spanien – Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans)

(Ton: (c) Felix Blume)

Bei der Gemeinen Geburtshelferkröte (Alytes obstetricans) ist Kinderbetreuung Männersache, tragen diese doch die Eier von der Paarung bis zum Schlupf der Kaulquappen mit sich. Auch sonst ist die Geburtshelferkröte ein wahres Musterbeispiel an Emanzipation, da bei dieser Amphibienart nicht nur die Männchen, sondern auch die Weibchen Rufe erzeugen. So viel Gleichberechtigung bringt dem spanischen Beitrag zum Songcontest einige Sympathiepunkte ein.

Geburtshelferkröte

Männchen mit schlupfreifem Laich, hier beim Absetzen ins Larvengewässer Foto: F. Lamiot via Wikimedia Commons

 

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Eine Antwort
  1. Dodo

    L’Australie – douze points!

    23.05.2015 um 20:53
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