Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT)

:: ABA-Exkursion zum Forschungscampus Tulln, NÖ

15/04/2015 von / 0 Kommentare

Titelbild: Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT) © Universität für Bodenkultur
Am Montag, dem 30. März, fand die ABA-Exkursion zum Technopol Tulln (Betreiber: ecoplus) in Niederösterreich statt. Der Technopol Tulln bietet etwa 700 Personen im Bereich Biotechnologie Arbeitsplätze sowie Bachelor-, Master- und Dissertationspraktika. Weiters befindet sich am Standort eine Außenstelle der Fachhochschule Wiener Neustadt, die den Studiengang „Biotechnische Verfahren“ anbietet.

Zuerst wurde die Firma Biomin im Technologie- und Forschungszentrum Tulln besucht. Die in Österreich gegründete Firma Biomin beschäftigt sich vor allem mit Mykotoxin-Risikomanagement, aber auch mit der Entwicklung diverser nachhaltiger Futtermittelzusätze für Nutztiere. Vor allem in den Bereichen Mikrobiologie, Fermentation und analytische Chemie konnte sich die 20-köpfige Gruppe, rund um die ABA-Präsidentin Theodora Höger, einen Blick hinter die Kulissen eines weltweit agierenden Forschungsunternehmens verschaffen.

Mykotoxine

Sekundäre Stoffwechselprodukte aus Schimmelpilzen, die bereits in geringen Mengen toxisch wirken können. Sie können krebserregend, neurotoxisch, immunsuppressiv, mutagen, teratogen oder allergen wirken, aber auch Organ- und Hautschäden verursachen und enzymatische Stoffwechselprozesse beeinflussen.

Gruppenfoto bei der Firma Biomin

Gruppenfoto bei der Firma Biomin

Die nächste Station war das interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie (IFA), an dem die Universität für Bodenkultur, die TU Wien und die Veterinärmedizinische Universität Wien seit 1994 gemeinsam Forschung betreiben. Das IFA besteht aus sechs Instituten: Institut für Biotechnologie in der Pflanzenproduktion, Institut für Naturstofftechnik, Analytikzentrum, Institut für Umweltbiotechnologie, Institut für Biotechnologie in der Tierproduktion und dem Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie; wobei sich letzteres am BOKU Standort Muthgasse in Wien befindet und somit an diesem Tag nicht besucht werden konnte.

Am IFA konnten wir zunächst am Institut für Naturstofftechnik eine Anlage zur Erzeugung von Plastik aus nachwachsenden Ressourcen wie Stärke, Proteinen, pflanzlichen Faserstoffen oder auch Nebenprodukten der Lebensmittel- und Holzindustrie besichtigen. Die Forschungsschwerpunkte liegen hier auf Spritzgussverfahren und Profilextrusion, aber auch mit 3D-Druckern wird gearbeitet.

Am Institut für Umweltbiotechnologie informierte uns Dr. Ines Fritz über ihre Erfahrung mit ökotoxikologischen Studien, der damit verbundenen Analytik und Implikationen der Daten auf die Bevölkerung.

Dr. Ines Fritz erklärt den Teilnehmern Messmethoden in der Ökotoxikologie

Dr. Ines Fritz erklärt den Teilnehmern Messmethoden in der Ökotoxikologie

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Besuch am erst seit 2011 bestehenden Universitäts- und Forschungszentrum Tulln (UFT), in dem das AIT (Austrian Institute of Technology) und die Universität für Bodenkultur, zum Teil auch in gemeinsamen Projekten, forschen. Für Versuche zum Thema Pflanzenzucht stehen vor Ort Versuchsflächen von rund 45 Hektar sowie Glas- und Drahthäuser zur Verfügung.

Weitere Exkursionen zum Thema Biotechnologie, Mikro- und Molekularbiologie sind in Planung und werden so bald wie möglich sowohl im Veranstaltungskalender als auch auf Facebook bekanntgegeben!

 

Weitere Informationen

Biomin www.biomin.net

IFA https://www.ifa-tulln.boku.ac.at/

Betreiber ecoplus http://www.ecoplus.at/

 


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