TAGUNG.LANDSCHAFT

Veranstaltet vom Verein Tiroler Heimatpflege in Kooperation mit der Tiroler Umweltanwaltschaft und dem Bundesdenkmalamt findet folgende Tagung statt:

Zwischen Almen und Metropolen.Landschaft im Alpenraum – Herausforderung oder Dilemma?

Landschaft – auf den ersten Blick eine einfache Sache: die Umgebung, die der Mensch wahrnimmt. Wenn man jedoch gedanklich tiefer geht, zeigt sich sogleich eine Vielschichtigkeit, die Geographie, den Menschen und sein Tun, Ästhetik, Psychologie und viele andere Themenfelder betrifft, in denen das Aufeinanderwirken von Landschaft und Mensch wirksam ist: Landschaft als Lebensraum, Kulturraum, Erholungsraum, Agrarraum, Wirtschaftsraum, Mobilitätsraum, Ökosystem u.v.a.m.

Landschaft ist ein komplexes Gebilde, gleich vor unserer Haustür. Somit geht sie uns alle an und ist Teil unseres täglichen Lebens. Attraktive Landschaft ist aber auch bedroht. Immer deutlicher wird, dass Landschaft eine begrenzte Ressource ist, mit der wir verantwortungsvoll umgehen müssen. Gerade im alpinen Raum mit seiner Topographie, seiner Ästhetik, seinen geografischen und biologischen Besonderheiten und seinem Tourismus ist Landschaft mehr denn je ein Asset, das es zu nutzen und zugleich bestmöglich zu bewahren gilt.

Der Umgang mit Landschaft birgt zahlreiche Risiken und Chancen und bestimmt in hohem Maße unsere Lebensqualität, ob wir sie nun bewirtschaften, bebauen, pflegen oder intensiv touristisch nutzen. Wie künftig alpine Landschaften lebenswert, vielfältig und wirtschaftlich attraktiv sein können und gleichzeitig ein respektvoller Umgang mit „Landschaft“ stattfinden kann, damit beschäftigen sich ReferentInnen aus mehreren Alpenstaaten, den Nachbarbundesländern und Tiroler Fachleute in unterschiedlichen Themenblöcken.


Tagesablauf

11.04.2018 nachmittags: Impulsexkursion in Seitentäler des Wipptales (Schmirn- und Obernbergtal)

11.04.2018 abends im “aut. architektur und tirol“ in Innsbruck: Auftaktvortrag von Tarek Leitner (Publikationen „Mut zur Schönheit: Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ und „Glückliche Orte. Und warum wir sie erschaffen sollten“)

12.04.2018 ganztags und 13.04.2018 vormittags im Grillhof in Innsbruck/Vill: Referate zu unterschiedlichen Themenblöcken.

http://www.tiroler-heimatpflege.at

Kontakt: tagung.landschaft@tiroler-heimatpflege.at 

Welttag der Feuchtgebiete

Vor 47 Jahren wurde die Ramsar Konvention zum Schutz von Feuchtgebieten unterzeichnet. Heuer ist das Motto des World Wetlands Day „Wetlands for a Sustainable Urban Future“.

Feuchtgebiete sind Hot Spots der Artenvielfalt.  In Innsbruck und Umland sind sie allerdings nur noch spärlich vorzufinden. Das war nicht immer so. Bevor die massive Innverbauung den Fluss in ein enges Korsett zwängte, gab es in der Auenzone des Inns zahlreiche Feuchtgebiete. Die Flussregulierung führte zu ihrem Austrocknen  und viele  Tiere und Pflanzen verloren ihren Lebensraum. So sind  unter anderem die  Amphibienpopulationen stark zurückgegangen. Der Kammmolch, die Kreuzkröte und der Grasfrosch sind nur noch sehr selten in Tirol anzutreffen. Zwischen Haiming und Kirchbichl befindet sich die längste freie Fließstrecke Österreichs. Auf diesem Abschnitt des Inns wurden noch keine Kraftwerke errichtet. Hier liegt also ein großes Potenzial für die Renaturierung des Flusses. Dadurch würden wieder dringend benötigte Feuchtgebiete entstehen.

Die schwarz-grüne Tiroler Landesregierung hat sich im Koalitionsabkommen auf die Verordnung einer kraftwerksfreien Zone auf diesem Innabschnitt geeinigt. Ich hoffe, dass diese Verordnung noch vor der Tiroler Landtagswahl beschlossen wird.

Die freie Natur ist unsere Freiheit (Hundertwasser).

Der Inn bei Völs